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Klimawandel – Veränderungen in den Terroirs

Der Anstieg der Temperaturen, die Sonneneinstrahlung und die zunehmende Trockenheit machen den Reben, vor allem in den sonst schon wärmeren Weingebieten, zu schaffen. Das Bordeaux kämpft gegen Überreife, Pilzdruck und Wassermangel, Trockenstress nimmt im Tessin und Wallis Einfluss und Dürre sowie Waldbrände sorgen in Italien und Frankreich und auch in Spanien für massive Probleme und Existenzängste. Von der Klimaveränderung hingegen profitieren zum Beispiel Weinanlagen an den Seegebieten im Schweizer Mittelland. Süddeutschland wie Baden, das Rheingau oder die Pfalz machen sich die steigenden Temperaturen zu Nutze und keltern aus den Reben in den Geländestufen tolle Spätburgunder, Grauburgunder oder Chardonnays.

Langsam findet auch in renommierten Weinbaugebieten ein Umdenken statt, biologischer oder biodynamischer Weinbau sind zumindest einen Versuch wert. Dass lebendige Böden, Verzicht auf Pestizide und Fungizide und die Biodiversität durchaus Zukunftspotential haben, beweisen die Terroirs im Châteauneuf-du-Pape schon lange. Die Bepflanzung mit und die Verwendung von mehreren Rebsorten zeigen auf, dass in verschiedenen Gebieten die Monokultur auf dem Prüfstand ist.

Alte Rebsorten werden zu neuem Leben erwachen, die Weingüter sind gefordert, die Möglichkeit dieser Vielfalt zu nutzen und vielleicht auch neue Wege zu beschreiten.

Anmerkung: Wer hätte sich vor einigen Jahren vorstellen können, dass auch im Entlebuch Weinbau möglich ist. Heute finden wir zum Beispiel in Entlebuch (Pionier Josef Felder), Doppleschwand und Hasle Anlagen, die durchaus ansprechende Weine hervorbringen. Die Weine vom Hasler Rebberg (Cabernet Jura «vollbracht») können auch in der Vinothek «Weinkehr» gepostet werden.

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