Das Titelbild zeigt Traubengut vom Hasler Rebberg im Graben
Die Traube macht die Qualität aus. Das Wichtigste für einen guten Wein sind gute Trauben. Wenn ein Winzer beispielsweise kranke oder unreife Trauben in seinem Wein verarbeitet, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der fertige Wein nicht richtig schmecken wird oder fehlerhaft ist.
Eine sorgfältige Lese und Verarbeitung der Trauben bis hin zum edlen Rebensaft ist das A und O bei der Weinherstellung.
Je reifer die Trauben sind, desto mehr Zucker enthalten sie und der Wein wird dementsprechend alkoholhaltiger.
Oechselgrade geben Auskunft über die Reife der Trauben.
Dieser Wert ist deshalb für die Winzer so wichtig, weil er einen guten Anhaltspunkt für die Reife der Trauben darstellt. Denn reifere Beeren konnten mehr Zucker in ihrem Saft einlagern, und dies macht deren Saft eben nicht nur süßer, sondern auch schwerer. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass hohe Oechslegrade, also ein höherer Zuckergehalt im Most, nicht unbedingt bedeutet, dass dann auch der erzeugte Wein süßer ist, weil während der Gärung dieser Zuckergehalt ja zu Alkohol verwandelt wird. Dieser Vorgang ist äusserst spannend, weil die Trinkproben während und nach der Gärung geruchlich und geschmacklich völlig verschieden sind.
